22.1.2026
Aus: Tipps für Haus und Garten
Der Löwenzahn wird bekämpft, gespritzt, ausgestochen.
Dabei ist er eine der wichtigsten Pflanzen des Frühjahrs.
Rettung in der Hungerlücke.
Der Löwenzahn blüht von März bis April, genau dann, wenn die Wildbienen aus dem Winterschlaf kommen und Energie brauchen, aber noch keine Obstblüten da sind. Diese Phase in der Natur heißt Hungerlücke.
Ohne Löwenzahn gibt es keinen Nektar und keinen Pollen.
Die Bienen verhungern, bevor der Frühling beginnt
Darum empfehlen Naturschutzverbände wie der NABU ausdrücklich Toleranz im und am Rasen.
Arznei im Garten
Die Löwenzahnwurzel ist eine offizielle Arzneipflanze. Sie unterstützt Leber und Galle und fördert die Verdauung. In der Apotheke kostet ein Präparat 12–18 €, im Garten 0 €
Bodenarbeiter statt Problem
Die Pfahlwurzel reicht ca. 30 cm tief. Sie bricht verdichteten Boden auf, holt Mineralien aus der Tiefe und verbessert den Rasen nachhaltig
Was viele ausstechen, ist ein kostenloser Bodenverbesserer.
Löwenzahn ist zu 100 % essbar
Alles ist nutzbar:
- Die Blätter – als Salat oder gedünstet
- Die Blüten – als Gelee
- Die Wurzel – als gerösteter Kaffee-Ersatz
Deutscher Rasenkult-Irrtum
Viele sprühen Glyphosat für 25–40 €.
Sie töten Bienenfutter, eine Arzneipflanze und einen Bodenverbesserer.
Ökologisch und ökonomisch ist es ein Wahnsinn!
Perfekter Rasen = toter Rasen
Ein Rasen ohne Löwenzahn ist artenarm, leblos und abhängig von Chemie.
Lebendiger Rasen = Zukunft
Ein Rasen mit Löwenzahn ist bienenfreundlich, widerstandsfähiger und kostenlos nützlich.
Manche Pflanzen sind nur dann „Unkraut“, wenn man ihren Wert nicht kennt.
Löwenzahn stehen lassen heißt: Leben sichern!

